Nicole Michels

Heilendes Denken  – die Heilkraft der Gedanken

Unser Geist ist die Ebene des Denkens, unserer Gedankenwelt und Denkweisen. Die Kraft der Gedanken ist sprichwörtlich und wird dennoch oft nicht ernst genug genommen. Gedanken sind sehr kraftvolle Informationen und Schwingungen, die in unserem Energiefeld kreisen. Unser Denken hat einen wesentlichen Einfluss auf unsere Gesundheit und das Wohlbefinden. Die eigenen Denkmuster und die damit verbundenen Verhaltensweisen und Gewohnheiten wirken sich gravierend auf die Entstehung von Störungen und Krankheiten sowie auch auf den Genesungsprozess aus.

Der Geist ist dein Garten,
Deine Gedanken sind die Samen.
Du kannst Blumen darin wachsen lassen oder Unkraut.

Unsere Gedanken und Denkweisen können das Leben erhellen, erleichtern und versüßen – negative Gedanken können es aber auch erschweren, vergällen oder sogar zur Hölle machen. Lebenskraft und Lebensfreude nehmen ab, man ist erschöpft, gereizt, unausgeglichen und fühlt sich nicht mehr wohl in seiner Haut. Dann können auch Krankheiten Einzug halten. Wer kennt das nicht: Ein heikles Thema geht einem nicht mehr aus dem Sinn. Die Gedanken kreisen, ob man will oder nicht – das nervt im wahrsten Sinne des Wortes, ist anstrengend und erzeugt noch mehr negative Gedanken und Emotionen. Man kommt dabei womöglich vom Hundertsten ins Tausendste und hat irgendwann permanente Gedankenkreise zu den verschiedensten Themen im Kopf – mit einer hohen Eigendynamik und den dazugehörigen negativen Emotionen wie Wut, Ärger, Frust etc. Im Volksmund heißt es auch: „Man macht sich einen Kopf”. Schlimmstenfalls ist man nur noch am Grübeln über die immer gleichen Themen, bei Tag und Nacht, ohne eine Lösung zu finden. Ganz im Gegenteil: Die Gedankenkreise gewinnen immer mehr an Fahrt, man kann kaum noch klar denken und fühlt sich wie gelähmt. Der Nachtschlaf ist möglicherweise beeinträchtigt: Die Gedanken rauben einem buchstäblich den Schlaf und damit wertvolle Regenerationszeit. Schon morgens fühlt man sich dann „wie gerädert“ – Unruhe, Reizbarkeit, Aggressionen, Ängsten und Depressionen sind erfahrungsgemäß häufige die Folge.

“Sie dürfen nicht alles glauben, was Sie denken”
Heinz Erhardt

Je gesünder wir denken, desto gesünder sind wir. Desto mehr Lebenskraft und Lebensfreude haben wir.

Achte auf deine Gedanken
denn sie werden Worte,
Achte auf deine Worte,
denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen
denn sie werden Gewohnheiten.

Aus dem Talmud

Eine Säule meiner  Therapie besteht darin, die Zusammenhänge zwischen Fühlen, Denken und Gesundheit zu verdeutlichen. Beim Thema Gesunde Ernährung ist das schon den meisten klar. Die eigenen Denkweisen haben aus meiner Sicht einen noch stärkeren Einfluß auf den Menschen, denn sie ziehen Verhaltensweisen nach sich und haben somit auch einen Einfluss auf die Entstehung von Krankheiten und die Genesungsprozesse. Negative oder schleichend krankmachende Denkweisen sind oft schon lange „in Fleisch und Blut übergegangen” und dem Menschen gar nicht mehr bewusst. Deshalb braucht es zunächst die Einsicht und Bereitschaft sowie guten Willen, Disziplin und Geduld mit sich selbst, wenn man daran ändern möchte, um (sich) gesund zu denken.

Umdenken! Im Prinzip einfach – aber nicht leicht.

Mit unseren Gedanken formen wir die Welt” sagte der Buddha.
“Wir sind Schöpfer unserer Realität” sagen heute viele Autoren auf Basis gewagter Analogien zur Quantenphysik. Klar ist nur: Wie wir denken, so leben wir auch.”
Ich sage: Wir sind nicht beliebige Schöpfer unserer Realität. Wer so denkt, überschätzt den menschlichen Geist enorm.  Aber wir können mit unserer Einstellung Voraussetzungen schaffen, dass all das Schöne und Gute auch Realität werden kann, das auf uns im Leben wartet. Jeder kann seinen Sinn finden und die Heilung seiner Gedanken und Gefühle im Hier und Jetzt erleben, auch wenn die Realität hart und schwierig sein sollte. Nur üblicherweise blockieren wir diesen Prozess selbst”.   (Dr. Andreas Lohr, Physiker)

Beim Umdenken mit dem Gesunden Denken geht es auch um Jahrtausende alte menschliche Werte, wie die Dankbarkeit, Vergebung und Annahme auf Basis der christlichen Werte Liebe, Glaube und Hoffnung. Das Nachsinnen über diese Aspekte in Bezug auf sich selbst und das eigene Leben ist sehr wichtig sowie auch die Umsetzung des Erkannten in den gelebten Alltag, um mit dem täglichen Stress, den Ängsten, Sorgen und Widrigkeiten klarzukommen und ihnen vorzubeugen. Das ist ein Prozess, der Zeit braucht und einem auch etwas Geduld mit sich selbst abverlangt. Die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung und Reflektion ist nur dem Menschen gegeben und seinem Geist: Wie fühle ich mich? Was denke ich (gerade)? Welche Glaubenssätze trage ich in mir, welchen Denkmustern folge ich (automatisch und unbewusst), welche Ängste und Traumata treiben mich um? Entsprechen diese meinem Naturell und innersten Wesen? Wer zum Beispiel nicht mehr an sich glaubt und denkt, dass er nicht mehr gesund werden kann, programmiert sich durch diese Gedanken unbewusst und schwächt sich ständig selbst. Dann haben es die körpereigenen Abwehrkräfte natürlich viel schwerer, eine Krankheit zu bekämpfen und die Gesundheit wiederherzustellen. Eine Redensart besagt: So wie man denkt, so lebt man auch.

Dankbarkeit macht uns zufriedener, sie öffnet die Seele und das Herz. Es kostet nicht viel dankbar zu sein, doch es ändert alles.

Vergebung befreit uns in der Tiefe der Seele von Verletzungen und Ängsten, sie heilt das Herz und befriedet uns mit anderen und uns selbst, mit den eigenen Fehlern und Schwächen (Selbstvergebung).

Annahme bewirkt inneren Frieden mit dem, was nervt, stört, aufregt, ärgert und unannehmbar scheint. Sie führt zu Gelassenheit und innerer Ruhe.

Als ich begann,
nicht mehr so hart zu mir selbst zu sein,
wurde auch der Rest der Welt sanfter.

Clara Louise

Alle Arten von Krankheiten können im Lauf der Zeit durch Unzufriedenheit, Enttäuschung, Verletzungen, Kränkungen, Stress und Ängste entstehen. Zum Beispiel durch die (bewusste oder unterdrückte) Angst nicht zu genügen (Minderwertigkeitsgefühle), zu versagen, die Kontrolle zu verlieren oder nicht perfekt zu sein (Perfektionismus). All dies kann viel Stress bewirken, bis hin zur Entwicklung von körperlichen oder psychischen Krankheiten. Vergebung nimmt folglich vielen Krankheiten die Ursache.

Die Behandlung in meiner Praxis unterstützt und erleichtert den Prozess in hohem Maße. Der eigene Blickwinkel verändert sich und neue Seiten des Lebens können sichtbar werden. Das Verständnis für sich selbst, das eigene Leben und auch für die Mitmenschen vertieft sich. Fragen beantworten sich oft wie von selbst, in Form von Bildern, Träumen und Eingebungen, oder einfach durch ein neues Wissen um die Lösung. Und wenn man mehr Positives aussendet, kommt auch mehr Positives zurück. Dies ist ein Naturgesetz. Wie es so schön heißt: Verändere dich selbst, dann verändert sich die Welt!

Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin,
dass du dein Leben ändern kannst,
indem du deine Geisteshaltung änderst.

Albert Schweitzer

Der Dichter Joachim Ringelnatz bringt auf humorvolle Weise sehr trefflich auf Punkt, wozu eine unversöhnliche Haltung führen kann:

Ohrwurm und Taube

Der Ohrwurm mochte die Taube nicht leiden.
Sie hasste den Ohrwurm ebenso.
Da trafen sich eines Tages die beiden
in einer Straßenbahn irgendwo.

Sie schüttelten sich erfreut die Hände
und lächelten liebenswürdig dabei
und sagten einander ganze Bände
von übertriebener Schmeichelei.

Doch beide wünschten sie sich im Stillen,
der andre möge zum Teufel gehn,
und da es geschah nach ihrem Willen,
so gab es beim Teufel ein Wiedersehn.