Stimmen und Studien aus Forschung, Medizin und Psychologie

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Dr. med. Werner Kissling,
Leiter des Centrums für Desease Management der TU München:

Bei 1.000 Mitarbeitern führen die seelischen Belastungen zu Absentismus und Präsentismuskosten von etwa 3,5 Millionen Euro jährlich.

Depressionen und Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen sind die dritt- und vierthäufigste Ursache aller Fehltage nach Rückenschmerzen und Atemwegsinfekten.

Aber auch bei der häufigsten Ursache, den Rückenschmerzen, sind psychische Belastungen der Hauptauslöser.

Psychische Belastungen und Erkrankungen sind also mit Abstand die häufigste Ursache für Fehltage in Unternehmen.

Wenn ein Patient eine Depression hat, sagt er eher, er habe „Kreislauf“ oder „Rücken“ (in einigen Branchen, etwa am Bau) .

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AOK-Fehlzeitenreport 2018

67,5 % mehr Fehltage wegen psychischer Erkrankungen (2007 → 2017)

Psychische Erkrankungen führen zu langen Ausfallzeiten: 26,1 Tage pro Fall ↔ mehr als doppelt so lange als der Schnitt von 11,8 Tagen

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Psychoneuroimmunologie

S. D. Pressman, S. Cohen: Does positive affect influence health? In: Psychological Bullentin. 2005; 131, S. 926–971. (zitiert nach Wikipedia)

Die Psychoneuroimmunologie (PNI) ist ein Forschungsgebiet, das sich mit der Wechselwirkung der Psyche, des Nervensystems und des Immunsystems beschäftigt. Sie geht davon aus, dass

– chronischer Stress Immunfaktoren verschlechtert und die Infektionshäufigkeit steigt.
– Depressionen: die Aktivität der natürlichen Killerzellen, die ein wesentlicher Pfeiler des Immunsytems sind, verringern.
– Optimismus das Immunsystem stärkt.
– Dankbarkeit und Vergebung sich auswirken durch eine hohe Selbstwirksamkeit bei HIV: weniger Viren, weniger AIDS-Symptome, geringere Sterblichkeit. Selbstwirksamkeit ist der Glaube an die eigene Fähigkeit, das gute Ende herbeiführen zu können.
– Gefühle von Dankbarkeit, Fröhlichkeit, Begeisterung und Stolz. Diese bewirken wiederum: → eine schnellere Heilung nach Verletzungen oder OPs → eine geringere Sterblichkeitsrate bei HIV → eine höhere Resistenz gegen Rhinoviren (Erreger von Schnupfen und Erkältung).

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Die Positive Psychologie geht davon aus, dass es 6 Kerntugenden mit 24 Charakterstärken gibt, darunter: Dankbarkeit, Vergebung, Liebe und Hoffnung. Dankbarkeit steigert das psychisches Wohlbefinden, die Lebenszufriedenheit und die Schlafqualität. Glücksgefühle und Wohlbefinden gehen einher mit besserer Gesundheit und längerer Lebensdauer.

Wood, Joseph, Lloyd & Atkins (2009); Wood, Joseph & Maltby (2008,2009); Emmons & Mc Cullough (2003)/ (MA Gmerek)*

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Chida & Steptoe 2009 / Kiecolt-Glaser, Mc Guire, Robles & Glaser 2002a / Miller, Smith, Turner et. al. 1996 (MA Gmerek)*
Negative Emotionen wie Ärger und Feindseligkeit beeinträchtigen das Immunsystem und erhöhen Risiko für koronare Herzkrankheiten.
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Everson, Kaplan, Goldberg et.a. 1997 / Roest, Martens et.al. 2010
(MA Gmerek)*

Angst ist ein Risikofaktor für koronare Herzkrankheiten und Hoffnungslosigkeit,
das Fortschreiten von Arteriosklerose kann beschleunigt werden.

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Friedman et. al. 1986 / Kaplan 1992 /(MA Gmerek)*

Herzbeschwerden nehmen ab, wenn sich Feindseligkeit durch eine vergebende Haltung verringert.

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Robert D. Enright, Professor für Psychologie, Universität Wisconsin, USA:

Wer betrogen, verletzt, verleumdet oder beleidigt wird, leidet vielfach:

Durch die Ungerechtigkeit selbst, durch negative Gefühle wie Wut, Frustration oder Traurigkeit sowie Scham.

Alles zusammen erschöpft einen Menschen und zwingt ihn oft noch lange, ständig darüber nachzudenken, sich als vom Schicksal benachteiligt zu sehen und dem Leben gegenüber pessimistischer zu werden.

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Dr. med. Julia Günter-Pusch
Internationale Ärztegesellschaft für Bioinformationstherapie

Studien der Positiven Psychologie und der PNI haben bewiesen:

„Menschen, die dankbarer sind und vergeben können, sind gesünder und leiden weniger unter Ängsten, Depressionen und Stressbelastungen und sie sind in ihrem Lebenzufriedener und erfolgreicher.”

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Kevin Carlsmith, Colgate-Universität, Hamilton

Zwei übliche „Auswege“ machen nicht glücklich:

1. Rache:
Mehrere Studien beweisen: Rache verschafft einen kurzen Kick der Befriedigung, bringt aber langfristig wenig.

Z.B. waren diejenigen mit der Möglichkeit zur Vergeltung für eine Ungerechtigkeit am Ende unzufriedener als die Vergleichsgruppe ohne Rache.

2. Verdrängen:

Wunden wollen sich einfach nicht schließen, nur weil man z.B. den Kontakt zu den Eltern abbricht.

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Verena Kast, Psychotherapeutin

„Wenn wir Verletzungen verdrängen, können sie uns immer wieder ins Gedächtnis kommen und Beziehungen erschweren.“

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Worthington und Scherer 2004 / (MA Gmerek)*

Vergebung als Bewältigungsstrategie erhält die Gesundheit und reduziert Gesundheitsrisiken.

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Enright & Fitzgibbons 2000 (F. Lautwein)

Auswirkungen, wenn Vergebung nicht gelingt:

→ erhöhte Depressivität und Ängstlichkeit → erhöhte Feindseligkeit
→ schlechterer Gesundheitsstatus → v.a. bzgl. koronarer Herzerkrankungen

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S. D. Pressman, S. Cohen: Does positive affect influence health?
In: Psychological Bullentin. 2005; 131, S. 926–971. (Wikipedia)

Gefühle von Dankbarkeit, Fröhlichkeit, Begeisterung und Stolz bewirken:

→ schnellere Heilung nach Verletzungen oder OPs

→ geringere Sterblichkeitsrate bei HIV

→ höhere Resistenz gegen Rhinoviren(die Erreger von Schnupfen und Erkältung).

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Enright 2006 (F. Lautwein)

Vergebung bewältigt Wut und Feindseligkeit und verbessert somit das allgemeine Wohlbefinden beträchtlich.

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Verena Kast, Psychotherapeutin

Zu verzeihen ist eine Kunst, die zu größerer Freiheit führt und uns das Leben aktiv gestalten lässt. Man tritt aus der Opferrolle heraus.”

Wenn wir Verletzungen verdrängen, können sie uns immer wieder ins Gedächtnis kommen und Beziehungen erschweren.

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Daniela Zeitig, Spektrum.de /Psychologie / Hirnforschung
Wer sich selbst verzeiht, leidet weniger Schmerzen.
Zu anderen Menschen sind wir oft freundlicher als zu uns selbst. Dabei könnte eine gesunde Portion Selbstmitgefühl Schmerzpatienten helfen, ihre Erkrankung besser zu akzeptieren.”
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Masi Noor, Keele-Universität, GB, in „Foregiveness is Really Strange“

Die Psychologie musste das Verzeihen aus der religiösen Ecke herausnehmen, um konkrete Antworten geben zu können, wie verzeihen funktioniert, …

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Studien

71 Probanden, Thema Kränkung Vergebung

Gruppe a) Groll /unversöhnlich

Gruppe b) vergebend / empathisch

Vorstellung von Vergebung →
mehr Freude, Entspannung, Empathie, Gefühl von Kontrolle → mindert Stress!

Unversöhnlich →
Traurigkeit, Ärger, Angst.Oyen Witvliet, Ludwig und Vander Laan (2001)

Quelle: (MA Gmerek)*

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Studien über Cybermobbing
beweisen: Wer verzeihen kann wird weniger leicht zum Opfer und lebt obendrein noch gesünder.

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Studie der Duke-Universität in Durham
Verzeihen hat lindernde Wirkung bei chronischen Rückenschmerzen und Depressionen.

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Wissenschaftler ließen einen Menschen in die Luft springen, ohne die Knie zu beugen.

Menschen, die sich vorher eine Situation vorgestellt hatten, in der sie vergebenhatten, sprangen durchschnittlich 8 cm höher als Menschen, die nicht vergeben konnten.

Quelle: The Cut, Social Psychology, 2015

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*  Masterarbeit (MA)

Fach „Psychologie“ (2016)
Wirksamkeitsvergleich: Biomeditation mit IFT-Stressmanagement Programm
Stefanie Gmerek
Vitabalance Praxis für PSYCHOLOGIE & GESUNDHEIT
https://www.vitabalance.info

Die Physik sagt: Alles ist Schwingung.

Max Planck, Ur-Vater der Quantenphysik, 1935:

„Als Physiker, als Mann, der für sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft der Erforschung der Materie dient, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden. Und so sage ich nach meinen Erfahrungen des Atoms Folgendes:

Es gibt keine Materie an sich, alle Materie entsteht durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zu dem winzigen Sonnensystem des Atoms zusammenhält.

Wir müssen hinter dieser Kraft einen bewussten, intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund der Materie. Nicht die sichtbare Materie ist das Reale, Wahre, denn diese Materie bestünde ohne diesen Geist überhaupt nicht. Der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre. Da aber auch Geist-Wesen nicht aus sich selbst sein können, sondern geschaffen sein müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu nennen, wie ihn alle alten Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott.”

HansPeter Dürr, “Geist, Kosmos und Physik” 2010
Träger der Alternativen Nobelpreises (1987) und des Friedensnobelpreises (1995), Mitglied des Club of Rome

„Ich habe als Physiker fünfzig Jahre lang – mein ganzes Forscherleben – damit verbracht zu fragen, was eigentlich hinter der Materie steckt. Das Ergebnis ist ganz einfach: Es gibt keine Materie! Ich habe somit fünfzig Jahre an etwas gearbeitet, das es gar nicht gibt. Das war eine erstaunliche Erfahrung. (…). Wir (Naturwissenschaftler) sind trotzdem nicht deprimiert, denn das ermöglicht Einsichten, die für unser Weltbild und unsere Überzeugungen wichtig sind.“

„Das kann ich jetzt schon vorwegnehmen: Das Fundament unserer Wirklichkeit ist nicht Materie, sondern etwas Spirituelles, das gar nicht begreifbar ist. Schon der Ausdruck Fundament ist falsch, denn er ist an die Vorstellung von Substanz gebunden. Besser sollte man sagen: Im Grunde unserer Wirklichkeit ist kein Fundament, sondern eine Quelle, etwas Lebendiges.“